Kann durch meine Wohnzimmer- und Küchentüre Wärme ins unbeheizte Treppenhaus entweichen? Ich wundere mich, dass trotz geschlossener Türen Kondenswasser am Glaseinsatz der Haustüre runterläuft, obwohl ich täglich öfter lüfte. Mein Vermieter sieht keinen Handlungsbedarf. Was kann ich als Mieter tun?
Antwort:Durch Ihre Wohnungstüren entweicht sicher mehr oder weniger Wärme und auch Luftfeuchte ins Treppenhaus. Da das Treppenhaus nicht geheizt wird, sind dort die Oberflächen kühler, die Wahrscheinlichkeit der Kondenswasserbildung steigt entsprechend. So ist es logisch, dass sich zuerst z.B. am Glaseinsatz der Haustüre Kondenswasser bildet. Man kennt diesen Effekt auch vom Sommer, wenn man draußen ein kühles Getränk bestellt und das Glas außen nass wird.
Als ersten Schritt sollten Sie die Türen zum Treppenhaus hin so oft wie möglich geschlossen halten und ggf. deren Dichtungen verbessern. Zudem sollten Sie öfter am Tag mit einem guten Hygrometer die Luftfeuchte im Treppenhaus prüfen und dort separat (also nicht über beheizte Räume!) regelmäßig stoßlüften, um die relative Luftfeuchte möglichst auf unter etwa 60 % zu halten. Kondenswasser am Glaseinsatz, sollten sie immer wieder abtrocknen.
Das Thema sollten Sie durchaus ernst nehmen, denn es könnte sich u.a. auch an nicht einsehbaren Stellen gesundheitsgefährdender Schimmel bilden. Eine differenzierte Beratung vor Ort erhalten Sie durch eine Baubiologische Beratungsstelle IBN, siehe www.beratungsstellen-verzeichnis.de.