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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit 141, Winter 2011, S. 37-40

Schimmelpilze (Manfred Mierau)

Wie sucht man richtig nach Quellen und Belastungen ?

Der Laie stellt sich die Beantwortung von Fragen wie „Liegen bei mir Belastungen mit Schimmelpilzen vor?“ oder „Gibt es Feuchte- oder Schimmelquellen in meinem Haus?“ ganz einfach vor: Da macht ein/e Fachmann/ frau eine Messung oder man nimmt sogar selbst eine Probe und dann weiß man Bescheid, wie gefährlich die Situation ist und was man zur Sanierung tun muss. Wäre es doch nur so leicht! Die Wirklichkeit sieht in der Regel deutlich komplexer aus: Bei jedem Fall bzw. bei jeder Fragestellung muss individuell vorgegangen und abgeklärt werden, welche Untersuchungen sinnvoll sind, welcher Aufwand nötig ist und welche Sicherheit bei den Ergebnissen gewünscht wird. Unseren Erfahrungen nach liegt gerade bei diesen strategischen Überlegungen viel im Argen. So überlassen Angebote aus dem Internet oder der Stiftung Warentest dem Laien bzw. Betroffenen einen Teil der Arbeit. Dies birgt immense Fehlermöglichkeiten und führt meist dazu, dass Vieles übersehen oder falsch eingeschätzt wird. Selbst viele Sachverständige untersuchen mit ungeeigneten Methoden an den eigentlichen Problemen oder Zielsetzungen vorbei und kommen zu falschen oder unvollständigen Rückschlüssen.

Beispiele für falsche Herangehensweisen

So erlebten wir den Fall, bei welchem in einem Bürogebäude über Jahre hinweg massive Wasserschäden zu Durchfeuchtungen von Böden und Gipskartonwänden geführt hatten und ein Sanierungsunternehmen zur Abklärung gesundheitlicher Risiken lediglich mit Nährböden Oberflächenproben an Heizkörpern und auf dem Rohbeton eines Hohlraumbodens nahm. Diese Stellen waren jeweils seit Jahren nicht gereinigt worden. An solchen Stellen kann man immer massiv Pilze heranzüchten. Unter Garantie lagern sich dort mit der Zeit auch ohne jegliche Wasserschäden große Mengen an kultivierbaren Pilzsporen aus der ganz normalen Außenluft ab. Dies hat allerdings keinerlei Aussagekraft für den zu untersuchenden Schaden. (...)