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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit 136, Herbst 2010, S. 47-48

2010 - Das Jahr der Biodiversität (Anke Plehn)

Biologische Vielfalt - eine Vision?

Nicht nur Bienenvölker, Wälder, Hamster, Maulwürfe, Insekten, Kriech- und Säugetiere kranken und sterben aus. Gewässer vertrocknen, werden begradigt, verunreinigt, ersticken durch Schadstoffe. Böden sind überdüngt, verdichtet, geebnet und monokultiviert. Die Folge: Bauernhöfe, ganze Dörfer, Landschaften sterben.

Biodiversität

Anspruch und Wirklichkeit

Die Artenvielfalt hat sich in allen Bereichen verändert und vermindert. Das ist seit langem bekannt. Doch woran scheitert die Umsetzung der viel zitierten Ziele und des vorhandenen Wissens? Spätestens seit der Biodiversitätskonvention 1992 auf dem „Erdgipfel“ in Rio de Janeiro ist dieser Begriff aus der Öffentlichkeit nicht mehr wegzudenken. Es wurden Strategien entwickelt, Leitmotive entworfen, Definitionen aufgestellt, Arbeitsgruppen gegründet. Planer sind gesetzlich verpflichtet, vor Baumaßnahmen die Umweltverträglichkeit sowie die Auswirkungen auf Vogelschutz- und andere Schutzgebiete zu prüfen, Amphibienzählungen, Rebhuhnanhörungen etc. durchzuführen. Jedoch das Artensterben hält an. Teilerfolge der Erholung von Populationen in unter Schutz gestellten Gebieten konnten erzielt werden, ohne dass ein natürliches Gleichgewicht erreicht werden konnte. (...)