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Aus: Wohnung + Gesundheit 136, Herbst 2010, S. 35-37
Nano? Nanu, was ist denn das? (Manfred Mierau)
Nanotechnologie, Nanopartikel, Nanoteilchen
Mittlerweile hat wohl jeder schon einmal von den minikleinen Nano-Teilchen gehört. Man verspricht sich
große Gewinne von den winzigen Multitalenten, sie gelten als ‚Schlüsseltechnologie‘ für diverse Herstellungsprozesse
und Produkte. Materialien können z.B. flexibler gestaltet werden, haben längere Lebenszeiten, bessere
elektrische Leitfähigkeiten oder andere Transparenz. Was aber weiß man über mögliche Risiken und
Nebenwirkungen, speziell auch im direkten Umfeld des Menschen und im Bereich der Baubiologie, wo uns in
diversen Bauprodukten mittlerweile mehr und mehr Nanopartikel begegnen?
Nano heißt zunächst einfach nur
„sehr klein“, ist vom griechischen
Wort für Zwerg abgeleitet. Ein Nanometer
(nm) ist ein Milliardstel
Meter, was kaum vorstellbar nur
leicht über der Größe von Atomen
und Molekülen liegt. Wenn man von
Nanopartikeln (oder auch ultrafeinen
Partikeln) spricht, meint man Teilchen
mit einem Durchmesser von
weniger als 100 nm. Damit ist aber
auch schon die einzige Gemeinsamkeit
zwischen allen Nanopartikeln
aufgezählt, ansonsten sind sie sehr
unterschiedlich: Wie groß sind sie
genau, wirklich nur wenige nm oder
doch fast hundert? Was steckt in den
Teilchen drin, aus welchen Substanzen
sind sie zusammengesetzt? Sind
es für den menschlichen Körper gut
abbaubare oder eher solche mit giftigen
bzw. schädlichen Wirkungen?
Wie ist die Form der Teilchen, sind
sie kugelrund, stäbchenförmig, abgeplattet,
bilden sie Röhren? Sind
die Nanopartikel fest am Material
gebunden oder eher locker und leicht
löslich? (...)  
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