Deutsche Version I English Version I Version français I En Espanol I Japanese I Glossar I RSS-Feeds I Kontakt I Impressum

Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

IBN-Webcode

Bitte geben Sie hier den fünfstelligen IBN-Webcode ein, um weitere Informationen aufzurufen:

Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit Nr. 135, Sommer 2010, S. 64

Workshop mit Erfahrungsaustausch (Joachim Gertenbach) - Volltextversion

zum Standard der baubiologischen Messtechnik SBM-2008

Ein erster Entwurf der Randbedingungen und Erläuterungen zum Standard der baubiologischen Messtechnik und den dazugehörigen Richtwerten für Schlafbereiche liegt vor. Er wurde Mitte April auf dem IBN-Messtechniker- Workshop in Fulda-Loheland vorgestellt und steht im Internet zur Verfügung: www.randbedingungen. baubiologie.de. Fertig sind fürs Erste die Standardsäule A (Felder, Wellen, Strahlen) und die Säule C (Schimmelpilze, Hefepilze, Bakterien). Die Säule B (Wohngifte, Schadstoffe, Raumklima) folgt. Die Randbedingungen sollen sowohl von den Sachverständigen der Standardkommission als auch von allen praxiserfahrenen Baubiologiekolleg(inn)en weiter ergänzt, angepasst und aktualisiert werden, Anregungen sind willkommen.

Die Unzertrennlichen: Standard, Richtwerte, Randbedingungen

Den baubiologischen Standard gibt es seit 1992, seine Richtwerte folgten ein Jahr später. Inzwischen wurden Standard und Richtwerte mehrfach überarbeitet, zuletzt 2008 zum SBM-2008. Die Randbedingungen ließen auf sich warten. Nun gibt es den ersten Entwurf 4/2010, fertiggestellt und vorgestellt vom Team der Baubiologie Maes: Wolfgang Maes, Dr. Dipl.- Biol. Manfred Mierau und Dr. Dipl.- Chem. Thomas Haumann. Unterstützend dabei waren Dipl.-Ing. Helmut Merkel, Dipl.-Ing. Norbert Honisch, Dipl.Ing. Jürgen Muck und Dipl.- Med. Frank Mehlis. Das Institut für Baubiologie IBN ist – wie beim Standard und den Richtwerten auch – Auftraggeber, Unterstützer, Geburtshelfer und Pate.

Aus der Praxis - für die Praxis

Die messtechnischen Randbedingungen sollen im Laufe der Zeit weiter reifen, stets orientiert an der baubiologischen Praxis, geprägt von den Experten der Standardkommission und Baubiologie-erfahrenen Kolleginnen und Kollegen. Die baubiologischen Randbedingungen unterstützen den Standard und die Richtwerte mit ihren verbindlichen Vorgaben für eine professionelle messtechnische und analytische Vorgehensweise. Auf dem Messtechniker-Workshop in Loheland wurden die Randbedingungen schon diskutiert. Es gab Anregungen seitens der 30 anwesenden Kolleg(inn)en, sowohl inhaltlich als auch zum Umbruch. Diese werden in dem nächsten Entwurf berücksichtigt und eingearbeitet.

Von Elektrosmog und Pilzen

So wird beispielsweise beim Punkt A1 – das sind die niederfrequenten elektrischen Felder – unter anderem auf die Vorteile und Nachteile der beiden Möglichkeiten der Feldstärkebestimmung eingegangen: Messungen gegen Erdpotenzial oder potentialfrei? Beim Punkt A3 – den hochfrequenten elektromagnetischen Funkwellen – geht es auch um: gepulst oder ungepulst, Breitbandmessgerät oder Spektrumanalysator? Der Standardpunkt A8 – Schall, Vibration – wartet mit ersten Hinweisen auf. Drei der zurzeit zehn Seiten beanspruchen alleine die Punke C1 bis C3, die Pilze und Bakterien: Luftmessungen, Staub-, Oberflächenund Materialuntersuchungen, Kultivierung, Mikroskopie, MVOC, Toxine, Feuchte, Temperatur...

Aus der Einleitung zu den Randbedingungen

In den Randbedingungen und Erläuterungen werden die wesentlichen messtechnischen Kriterien für baubiologisch-sachverständige Messungen, Analysen und Vorgehensweisen in Kurzform ergänzt und vertieft. Zudem sind die Anleitungen der Gerätehersteller, Anweisungen von Verbänden, Normen und die Fachliteratur zu beachten. Ausführliches zur messtechnischen Umsetzung der Standardpunkte in den Büchern ‚Stress durch Strom und Strahlung‘ und ‚Stress durch Wohngifte und Pilze‘. Umfassende Aus- und Weiterbildung bieten die Basis- und Aufbau-Seminare ‚Baubiologische Messtechnik‘ des IBN und weitere Fortbildungsangebote, z.B. die Praxis-Seminare des Verband Baubiologie VB. Alle Angaben beziehen sich auf das alltägliche Umfeld des Menschen, an erster Stelle auf den Schlafbereich. Die Möglichkeiten mehrerer Messund Diagnosemethoden innerhalb eines Standardpunktes sorgen für Sicherheit. Die Methoden ergänzen sich, sie ersetzen sich nicht und sind je nach Fall und Aufgabenstellung zu kombinieren.