Deutsche Version I English Version I Version français I En Espanol I Japanese I Glossar I RSS-Feeds I Kontakt I Impressum

Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

IBN-Webcode

Bitte geben Sie hier den fünfstelligen IBN-Webcode ein, um weitere Informationen aufzurufen:

Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit Nr. 135, Sommer 2010, S. 41-42

Lebensraum für Tiere (Rupert Schneider) - Volltextversion

Biotopverbund der Internationalen Gabriele-Stiftung

In einer Zeit, in der den meisten frei lebenden Tieren ihr Lebensraum genommen wurde und auch die Pflanzenwelt stark unter dem Menschen leidet, hat die Internationale Gabriele-Stiftung mit der Wiedergutmachung an Natur und Tieren begonnen.

Hecken soweit das Auge reicht, dazwischen Wiesen, Felder und Bauminseln, kleine Teiche und Feuchtbiotope, sowie Waldstücke, Steinbiotope und Sukzessionsflächen. Am Rande des Südspessarts, unweit von Würzburg, wurde in wenigen Jahren ein Biotopverbund beachtlichen Ausmaßes angelegt, der unzähligen, auch vom Aussterben bedrohten Tieren Lebensraum bietet.

Ein Paradies für Tiere

Feldhasen haben sich wieder angesiedelt, Rehe finden im Wald ihre Rückzugsgebiete, die Wachtel und das Rebhuhn sind Dauergäste, und in den bisher über 20 km langen angelegten Baum- und Benjes-Hecken finden Igel, Feldhamster, Füchse und allerlei Vogelarten Schutz und Nahrung. Große Flächen mit Jungwald wurden angelegt – und überall laden Nistkästen, Futterplätze und Tränken Vögel zum Wohnen ein. In dem mehrere hundert Hektar großen Gebiet der Internationalen Gabriele- Stiftung kann sich das Leben neu entfalten, das in unserer flurbereinigten Landschaft dem Menschen und seinen Maschinen weichen musste. Die Internationale Gabriele-Stiftung mit ihren Kuratoren in aller Welt versteht sich als Werk der Wiedergutmachung und ist zugleich Beispiel dafür, dass ein friedvolles Miteinander von Menschen, Tieren und der Natur möglich ist.

Friedfertiger Landbau

Das Land des Friedens – übrigens das größte angelegte Biotopverbundsystem Deutschlands – beweist, dass ein Miteinander von Naturschutz und Landwirtschaft nicht nur möglich, sondern sogar sehr segensreich ist. Im friedfertigen Landbau wird ganz ohne Chemie und auch ohne Mist und Gülle gearbeitet. Die Böden sind dadurch gesund, in den Getreidefeldern findet man wieder Kornblumen, Kornraden und Mohn - ein Bild wie aus vergangenen Tagen. Die Insekten und Vögel, die die Heckenzüge entlang der Felder bevölkern, halten so genannte „Schädlinge“ im gesunden Gleichgewicht - so können die Felder gute Frucht bringen. Und was für die Vogelwelt sehr wertvoll ist: Die Halme wachsen längst nicht so eng wie im konventionellen Landbau, so dass Vögel wie z.B. die Feldlerche die Möglichkeit haben, auf der Erde zwischen den Halmen umherzulaufen, um nach Körnern zu suchen. So trägt der friedfertige Landbau entscheidend zur Artenvielfalt im Biotopverbund bei.

In Not geratene Tiere finden ein Zuhause

Von diesem friedvollen Miteinander von Mensch, Tier und der Natur profitieren auch immer mehr Weidetiere. Auf dem Land der Internationalen Gabriele-Stiftung, das auch „Land des Friedens“ heißt, leben viele hundert Tiere, die aus grausamen Verhältnissen krank, fast verhungert, fast erfroren, gequält und geschunden, gerettet wurden oder in letzter Minute dem Schlächter entkamen. Die große Tierfamilie besteht aus Ur-Rindern, Salers-Rindern, Hinterwälder-Rindern, Gelbvieh und anderen Stieren, Kälbern, Kühen und Jungrindern, vielen Schafen, Pferden, Eseln, Katzen, Pfauen, Hühnern, Gänsen, Enten und Tauben. Sie alle brauchen an 365 Tagen im Jahr Nahrung und Wasser, saubere Unterkünfte, je nach ihrer Art, Weiden, Wiesen und Wälder, Schatteninseln auf ihren Weiden und Sonnenschutzdächer, Heu und Stroh für den Winter und viel Liebe und Pflege als Wiedergutmachung für das große Leid, das den Tieren weltweit von den Menschen angetan wird. Die Tiere auf dem Land des Friedens lernen den Menschen als ihren Freund kennen und können so ihr wahres, edles Wesen entfalten: Einst »gefährliche« Stiere, lassen sich von ihren Betreuern kraulen und mit Apfelstückchen verwöhnen...

Das Land des Friedens

So erfahren die geretteten Tiere nicht nur das Wohlwollen und die Freundschaft ihrer Betreuer – die übrigens alle Vegetarier sind –, sie erhalten auch Obdach und hochwertige Nahrung, sowie medizinische Betreuung und ausreichend Weidefläche. Jede kleinere Schaf- oder Rinderherde hat Unterstände auf den Weiden und freien Zugang zu Waldgebieten, so dass die Tiere im heißen Sommer den Schatten aufsuchen können oder an eisigen Wintertagen Schutz vor der Kälte finden. Auch Tiere unterschiedlicher Rasse, wie z.B. Urrinder und Wollschafe, haben gemeinsame Weideflächen, freunden sich mehr und mehr an und geben dem Menschen ein Beispiel für friedvolles Zusammenleben. Dieses Beispiel strahlt aus: Besucher aus aller Welt, Tier- und Naturfreunde, Wissenschaftler, Philosophen, Presseleute besuchen den Biotopverbund der Internationalen Gabriele-Stiftung - und sind vom Ausmaß dieses Projektes beeindruckt. Was würden die Tiere zu all den begeisterten Besuchern sagen,hätten sie die Stimme der Menschen?: »Wir wünschen uns mehr Land, mehr Wälder, mehr Hecken und mehr Weiden, so dass noch viele unserer Freunde hier eine friedvolle Heimat finden.«

Wer hilft mit, den Wunsch der Tiere zu erfüllen?

Tiere haben keine finanzkräftige Lobby. Sie sind auf Menschen angewiesen, die ihrem Herzen folgen - und nach ihren Möglichkeiten helfen. Tier- und Naturfreunde aus aller Welt, welche die Zeichen der Zeit erkannt haben, halfen und helfen mit, dass dieses Fundament, das Land des Friedens für Natur und Tiere, wachsen kann.

Infos unter: Gabriele-Stiftung, Max- Braun-Str. 2, 97828 Marktheidenfeld,
Tel. 09391/504-427, Fax -430,
info@gabriele-stiftung.de, www.gabriele-stiftung.de
Spendenkonto: G.S. Stiftung Verwaltungs- GmbH, Gabriele-Stiftung, Kto. Nr. 206253, Volksbank Main-Tauber, BLZ 67390000,
IBAN: DE12 6739 0000 0000 2062 53,
BIC: GENODE61WTH
Spenden sind auch per Kreditkarte über Internet möglich.