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Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit 134, Frühjahr 2010, S. 71

Kongress „Zukunftsraum Schule“ (Rolf Canters)

Wie Schulen nachhaltig gestaltet werden können, um sowohl energieeffizient als auch wirtschaftlich ein optimales Lern-Umfeld zu bieten, war Thema des Kongresses „Zukunftsraum Schule“ in Stuttgart, Anfang November 2009.

Die vom Fraunhofer Institut für Bauphysik organisierte Veranstaltung fand mit der Förderung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Forschungsinitiative „Zukunft Bau“ in der Alten Reithalle statt. Nach den Grußworten hielt Prof. Dr. Klaus Sedlbauer, IBP-Stuttgart, den Vortrag „Integrale Schulsanierung“. Dabei wies er besonders auf die negativen Auswirkungen einer schlechten Akustik und die meist zu hohen CO2-Konzentrationen (oft über 1600 ppm) hin, die bei über 9 Mio. Schülern und Lehrern zu einer reduzierten Arbeitsleistung führen. Mir hat Prof. Hübner besonders gut gefallen. Sein Vortrag „Schulen als Kraftorte gestalten“ ist ein Auszug aus dem Buch „Schularchitektur und neue Lernkultur“. Er und sein Team hat es geschafft, die Kinder in den Planungsprozess mit einzubinden.

Mit großem Aufwand und sehr schönen Ergebnissen wurde eine ev. Gesamtschule in Gelsenkirchen gebaut. Mit den Augen der Kinder ging Prof. Hübner durch die Schule. Er zeigte auf, dass Bauen ein sozialer Prozess ist: „Von Hand, mit Liebe, von Leuten für Leute“. Folgende Empfehlung gab er uns mit auf den Weg: „Stellt euch im Planungsprozess vor, wie „Schule“ in 30 Jahren aussieht“! (...)