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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit 134, Frühjahr 2010, S. 57

Vakuum-Isolierglas (Jens Baumgartner)

Eine ökologische Alternative?

Weltweit werden immer schärfere Anforderungen an den Klimaschutz diskutiert, um den Ausstoß des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2) zu verringern. In Deutschland gilt die Energieeinsparverordnung (EnEV) 2009, die bauteilspezifische U-Werte von maximal 1,3 W/m²K für Fenster und Glastüren fordert. Fenster mit Dreifach- Wärmeschutzverglasung und U-Werten von ca. 0,8 W/m²K gelten derzeit als Optimum. Doch selbst diese Bauelemente stellen in Bezug auf den Wärmeschutz einen Schwachpunkt dar, denn Außenwände weisen mittlerweile U-Werte bis 0,10 W/m²K auf. Ist die Neuentwicklung Vakuum-Isolierglas die herbeigesehnte Alternative?

Einsparpotentiale bei Fenstern

Um die vergleichsweise schlechten Dämmwerte transparenter Bauteile zu kompensieren, müssen häufig große Anstrengungen an anderer Stelle (Wärmedämmung, Heizungsund Lüftungskonzept u.a.) gemacht werden. Das erhöht vielfach die Kosten, weshalb die Hersteller nach neuen Wegen suchen, um die Dämmeigenschaften der Fenster weiter zu verbessern. Mit der herkömmlichen Isolierglastechnik ist vorläufig eine Entwicklungsgrenze bei Uw-Werten um 0,8 W/m²K erreicht, wofür Gläser mit Ug-Werten von höchstens 0,5 W/m²K und Rahmen mit Uf-Werten von unter 1,0 W/m²K erforderlich sind. Der Index Uw steht für den Wärmedurchgangswert des gesamten Fensters (window), der Einflüsse des Randverbundes und des Rahmens einbezieht. Ug steht für den Wärmedurchgangswert des Glases (glass) in der Scheibenmitte, Uf analog für den des Rahmens (frame). (...)