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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung + Gesundheit 134, Frühjahr 2010, S. 36-38

Thermische Behaglichkeit im Altbau (Marc Spernau)

Ziegel-Wandheizung in der Altbausanierung

Alte Burgen, Schlösser, Gutshäuser, Stadtvillen aus der Gründerzeit sowie reizvolle Fachwerkgebäude und historische Bauernhäuser sind schön anzuschauen und faszinieren mit ihrer Architektur. Mit Liebe und viel Aufwand saniert, vermitteln diese Gebäude ein unvergleichliches Wohnambiente. Hört aber ein potenzieller Bauherr in der Planungsphase von Heizungsbauern oder Energieberatern, „So ein Gebäude kann man nicht wirtschaftlich beheizen!“, werden manche Objekte aus Angst vor den unübersehbaren Heizkosten gar nicht erst saniert. Dabei gibt es durchaus Heizsysteme, die auch in solchen Fällen wirtschaftlich sind und zudem behagliche Wärme und trockene Wände ermöglichen.

Denkmalgeschützte Fassaden lassen eine Außendämmung als optimale Wärmedämmung nicht zu. Viele Methoden der Innendämmung sind bauphysikalisch umstritten und können nur in Maßen und mit Bedacht eingesetzt werden. Aber müssen deshalb Gebäude mit denkmalgeschützten Fassaden ohne Außendämmung Energiefresser bleiben, in denen trotz großer Heizkörper die Wände feucht und klamm sind und in denen es zieht wie Hechtsuppe?

Unten aufgeführte Beispiele und unzählige weitere, erfolgreich sanierte Gebäude aus den letzten fast 20 Jahren bestätigen, dass es auch anders geht. In den Räumen ist es behaglich warm, die Wände sind trocken und der tatsächliche Energieverbrauch liegt weit unter der errechneten Verbrauchsprognose.

Der Energieverbrauch eines Gebäudes ist nämlich nicht nur von den rechnerischen Dämmwerten der Hüllflächen und von der Art und Weise der Energieerzeugung abhängig, sondern auch davon, wie die erzeugte Energie in den Räumen genutzt und verteilt wird. (...)