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Aus: Wohnung + Gesundheit 131, Sommer 2009, S. 30-31
Deutsches Mobilfunkforschungsprogramm (Joachim Gertenbach)
Widersprüche und Wissenslücken
Vor rund einem Jahr lud das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zur Abschlusskonferenz des deutschen Mobilfunk-
Forschungsprogramms (DMF) nach Berlin ein. Hier wurden die Forschungsergebnisse der beauftragten
54 nationalen und internationalen Untersuchungen in Bezug auf den Mobilfunk einer breiten Öffentlichkeit
vorgestellt. Das Ergebnis der deutschen Forschungen: keine schädigenden Effekte gefunden, und die derzeit
gültigen Grenzwerte schützen nach wissenschaftlichem Kenntnisstand vor gesundheitlichen Auswirkungen des
Mobilfunks.
Das deutsche Mobilfunk-
Forschungsprogramm (DMF)
Die Befürchtung, dass Mobilfunk
krank machen könnte, war der Ausgangspunkt
eines breit angelegten
Forschungsprogramms, das unter der
Federführung des Bundesamts für
Strahlenschutz (BfS) Klarheit über
die Risiken hochfrequenter Wellen
bringen sollte. Insgesamt wurde für
das Projekt ein Etat von 17 Mio.
Euro bereitgestellt, der zur Hälfte
von der Bundesregierung (BMU)
und zur Hälfte von den Mobilfunkbetreibern
aufgebracht wurde. Letztere
hatten sich im Jahr 2001 nach
einer Anhörung im deutschen Bundestag
hierzu „freiwillig“ verpflichtet.
Um Vorwürfe zu vermeiden, es
werde einseitig geforscht, oblag die
Auswahl, welche Forschungsaufträge
vergeben werden sollten, nach
Auskunft des BfS alleine dieser Behörde.
Geforscht wurde unter dem Namen
DMF (Deutsches Mobilfunk
Forschungsprogramm), das 4
Schwerpunkte enthielt: Biologie,
Dosimetrie, Epidemiologie und Risikokommunikation. (...)  
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