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Aus: Wohnung u. Gesundheit 127, Sommer 2008, S. 27- 30
Wolfgang Maes: “Jede Risikoreduzierung ist anzustreben.” [Volltextversion]
Richtwerte zum Standard der baubiologischen Messtechnik SBM-2008
In der letzten Wohnung+Gesundheit wurde der neue Standard präsentiert, jetzt sind es die hierzu gehörigen
aktualisierten baubiologischen Richtwerte für Schlafbereiche.
Baubiologische Richtwerte wurden
erstmals vor über 15 Jahren veröffentlicht.
Sie gelten von Anfang an
als Vorsorgewerte, Zielvorstellung
war und ist das Erreichbare. Im Mittelpunkt
steht der Schlaf und somit
die empfindliche Regenerationszeit
des Menschen und das damit verbundene
Langzeitrisiko.
Es geht bei der baubiologischen
Messtechnik um die professionelle
Erkennung, Minimierung und Vermeidung
kritischer Umwelteinflüsse
in Gebäuden. Die ganzheitliche Beachtung
aller Standardpunkte und die
sachverständige Zusammenstellung
der vielen Diagnosemöglichkeiten
machen es möglich, die Ursache(n)
von Risikofaktoren umfassend identifizieren,
lokalisieren und einzuschätzen
zu können, um auf diese
Weise ein möglichst unbelastetes,
möglichst naturnahes Lebensumfeld
zu schaffen.
Der baubiologische Standard mit seinen
drei übergeordneten Säulen A, B
und C und insgesamt 18 Unterpunkten
beinhaltet alle in Häusern auftretenden
physikalischen, chemischen,
raumklimatischen und mikrobiologischen
Risiken von Elektrosmog,
Radioaktivität, geologischen Störzonen
und Schall, über Wohngifte und
das Raumklima bis hin zu Partikeln,
Pilzen und Allergenen. Nichts wird
übersehen.
Die vorliegenden, nach fünf Jahren
erneut überarbeiteten Richtwerte
basieren auf dem aktuellen baubiologischen
Erfahrungs- und Wissensstand.
Sie lösen als SBM-2008 den
Vorgänger SBM-2003 ab.
Eine Reihe von Richtwerten und
Vorschlägen sind kaum bis gar nicht
verändert worden, sie haben sich
über all die Jahre bewährt. Einige
mussten neu angepasst werden, um
den neuen Anforderungen und Techniken
gerecht zu werden, einige sind
ganz neu hinzugekommen. Besonders
bei den elektrischen Wechselfeldern
(A1) und den elektromagnetischen
Funkwellen (A3) gibt es
wesentliche Entwicklungen, so auch
bei den Schimmelpilzen (C1).
Lob und Dank an die nimmermüde
Standardkommission für deren
sachverständiges und kritisches Engagement,
für die vielen Treffen,
stundenlangen Telefonate, nicht enden
wollenden Mails. Danke auch
an Kollegen, Ärzte, Wissenschaftler
und Experten, die mit ihren Anregungen
und ihrem Knowhow zum
Gelingen beigetragen waren.
Der komplette Vortrag von Wolfgang Maes steht Ihnen unter dem IBN-Code 12727 zur Verfügung.
 
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