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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Wohnung und Gesundheit
W+G Artikel

Aus: Wohnung und Gesundheit 121, Winter 2006, S. 60-61

Steffen Sabin: Kohlendioxid-Konzentration in Wohnräumen

Welche gesundheitliche Bedeutung besitzt die CO2-Konzentration in der Raumluft von Aufenthaltsräumen? Welche Möglichkeiten der Luftschadstoffreduzierung sind heute technisch machbar?

Allgemeines

Kohlendioxid gilt in der Innenraumanalytik als klassischer Leitparameter zur Bestimmung der Luftqualität. Kohlendioxid ist ein farbloses und geruchloses Gas, das bei der Verstoffwechselung organischer Substanzen sowie auch bei Oxidationsprozessen (z. B. Waldbrände, Verbrennungsmotoren, Kraftwerke) freigesetzt wird. Da diese Stoffwechsel- und Verbrennungsprozesse ständig weltweit ablaufen, entsteht die so genannte CO2-Hintergrundkonzentration.

Diese erhöht sich bedingt durch den Primärenergieverbrauch seit einigen hundert Jahren rasant. In freier Natur sind heute üblicherweise Konzentrationen von ca. 380 ppm (Teile pro Million) anzutreffen. Im städtischen Ballungsraum mit mittlerer Bebauungsdichte und mittlerem Verkehrsaufkommen sind jedoch kaum noch Messwerte unter 450 bis 480 ppm zu ermitteln. Der Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM) gibt als Wert für "keine Anomalie" der CO2-Konzentration für Schlafbereiche < 500 ppm an. Eine "extreme Anomalie" wird bei Messwerten über 1000 ppm erreicht. (...)