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Aus: Wohnung + Gesundheit 115, Sommer 2005, S. 28
Patricia Tombesi-Guete: Baubiologie in Argentinien
Das aufkommende Umweltbewusstsein der Argentinier versucht ansatzweise, eine Lösung auf einige der Umweltprobleme des Landes zu finden, wie auf die überwältigende Verbreitung des Mobilfunks ohne eine entsprechende Gesetzgebung, die unverantwortliche Erstellung von Hochspannungsleitungen inmitten hochbesiedelter Gebiete, die Konzentration der Bevölkerung vor allem in der Hauptstadt und ihrer Umgebung, die Benutzung hochkonzentrierter Wohngifte beim Bau und bei der Pflege von Wohnhäusern sowie die Umweltverschmutzung mit Giften aus der Landwirtschaft. Die öffentliche Diskussion der Richtlinien der Baubiologie und deren Anwendung sind ein Weg zur ökologisch, gesundheitlich und sozial orientierten Umkehr solcher Probleme.
Stand des Umweltbewusstseins
Die Naturschutzgebiete des Landes umfassen eine Fläche von über 70.000 Quadratkilometer (etwa die von Bayern) in ca. 70 Reservaten. Es ist geplant, bis 2010 ca. 5% der gesamten Landesfläche als Naturschutzgebiet auszuweisen.
Kennzeichnend für das zunehmenden Umweltbewusstsein der Bevölkerung ist die hohe Zahl von ONGs, die sich für Umweltprobleme entwickelt haben.
An der Universitäten wird u. a. über Energiesparkonzepte fürs Bauen und über alternative Energieversorgung geforscht und unterrichtet.
In "Bio-Architektur-Büros" werden energetisch sparsame Konzepte entwickelt.
Bezüglich der Auswirkungen verschiedener Strahlungen (elektromagnetisch, geologisch, radioaktiv etc.) auf die Gesundtheit ist die Gesetzgebung verbesserungsfähig.
 
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