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Wenn Goebel und Edison das gewusst hätten
5. Januar 2009, Neubeuern, IBN Institut für Baubiologie + Ökologie
Noch schnell Glühbirnen hamstern
Sie ist nicht schlecht. Sie macht warmes, naturnahes Licht, verursacht kaum Elektrosmog und enthält kein Quecksilber. Ihr einziges Manko: Sie frisst zu viel Energie - die Glühbirne. Ab 2009 wird sie schrittweise aus dem Verkehr gezogen. Das Aus für die elektrische Glühlampe, wie sie 1854 von Heinrich Goebel erfunden und durch Thomas Alva Edison berühmt wurde. Wer seinen Kindern zukünftig noch zeigen möchte, wie das Licht aussah, das jenen berühmten Erfindern einst auf ging, der sollte sich noch schnell einen Vorrat an Glühlampen zulegen.
Ob das Verbot der glühenden Birne wirklich ein erleuchteter Moment europäischer Politik war, wird sich zeigen. Tatsächlich gibt es viele Möglichkeiten, Energie zu sparen: Wäsche nicht im Trockner trocknen, Klimageräte abschalten, Geräte im Stand-By Modus ganz ausschalten, ein neuer Heizkessel, weniger Auto fahren, neue Fenster, bessere Dämmung, den Ofen bei Backen 10 Minuten vorher abschalten, um die Restwärme nutzen und so weiter. Jeder kann jeden Tag viel Energie sparen. Und wer mit Licht seine privaten CO2-Emissionen senken will, hat ohnehin längst Energiesparlampen eingeschraubt.
Doch Energiesparlampen erzeugen starke elektromagnetische Felder, viel mehr als ein Computerbildschirm. Das IBN, das Institut für Baubiologie und Ökologie in Neubeuern, rät deshalb, auf ausreichend Abstand zu achten. Gerade dort, wo man sich länger aufhält, sollten die Lampen möglichst weit vom Körper sein - zwei Meter und mehr. Am Schreibtisch oder Nachttisch ist das schwierig. Hier kann man z.B. auf Halogenlicht oder LEDs ausweichen. Zudem flimmert das Licht der Sparlampen viel ausgeprägter als Glühbirnen, da nutzt Abstand kaum was, da flimmert der ganze beleuchtete Raum.
Im Vergleich zu Glühbirnen verbrauchen Energiesparlampen 75 Prozent weniger Energie (sagt man speziell seitens der Industrie, andere Berechnungen gehen von weniger Ersparnis aus) - aber auch weniger Ressourcen? Reichlich Elektronik, Chemie, Kunststoffe, Leuchtstoffe, Kleber... schmücken das Innere ebenso wie Quecksilber. Wenn jeder Europäer in ein paar Jahren nur 5 bis 10 solcher Lampen besitzt, kommt schon einiges des giftigen Schwermetalls und anderer Industriemüll zusammen. Außerdem ist das Sparlicht schlechter und naturfremder als das Glühlicht, die Helligkeit und Lebensdauer nicht immer so gut wie angegeben, einige riechen und emittieren Schadstoffe, andere emittieren Ultraschall.
Und selbst mit Energiesparlampen könnte man noch mehr Energie sparen: Durchs Ausschalten, wenn länger kein Licht gebraucht wird (nicht zu oft schalten, das verträgt sie gar nicht). Oder durch LED-Leuchten, die mit noch viel weniger Strom auskommen. Oder durch mehr Tageslicht. Da freuen sich die Gesundheit, die Umwelt und abends die Kerzenindustrie.
Weitere Informationen gibt es in der Fachzeitschrift Wohnung+Gesundheit, Heft 124/2007, 125/2007 und 129/2008 und im Öko-Test, Heft 10/2008.
- Kontakt:
- IBN Institut für Baubiologie + Ökologie
- Holzham 25
- D 83115 Neubeuern
- Tel.: +49 (0) 8035 2039
- Fax: +49 (0) 8035 8164
- Website: http://www.baubiologie.de
- E-Mail:
 
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