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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Massenchemikalie mit Nebenwirkungen

Berichten die Medien über gefährliche Chemikalien, fällt häufig der Name Bisphenol A. Was ist das für ein Stoff und wie hoch sind die Risiken für Mensch und Umwelt? Bisphenol A steckt in vielen Alltagsgegenständen: Konservendosen, DVDs, Thermopapier, Lebensmittelverpackungen und Babyflaschen. Aus diesen Produkten kann sich der Stoff lösen und dann auch von Menschen aufgenommen werden.

Bisphenol A wirkt ähnlich wie das weibliche Sexualhormon Östrogen. Die Chemikalie ist zwar weniger potent als das natürliche Sexualhormon, stört aber nachweislich bei einigen Organismen die Fortpflanzung. Das Altstoffchemikalien-Programm der EU und die europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA bewerten Produkte auf Bisphenol A-Basis für Verbraucherinnen und Verbraucher derzeit als unbedenklich.

Kanada, Dänemark und Frankreich dagegen haben aus Vorsorgegründen Bisphenol A-haltige Babyflaschen und andere Produkte für Kinder verboten. Das Umweltbundsamt empfiehlt den Herstellern, Importeuren und Verwendern von Bisphenol A, Verwendungen die Mensch und Umwelt belasten, durch gesundheits- und umweltfreundliche Alternativen zu ersetzen. Quelle: Umweltbundesamt 6/2010