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Zeitungsstapel
Aktuelles aus dem IBN

Zum Vortragsthema: Hefepilze - die unterschätzten Krankmacher

Dr. Peters aus umweltmedizinischer Sicht:

Die Auswirkungen von Umweltschadstoffen auf den menschlichen Organismus unterscheiden sich in der Frühphase erheblich von der toxikologischen Symptomatik. Daher ist auch nicht vorhersagbar, welche Probleme beim Einzelnen auftreten. Ein Effekt kann sein, dass sich op-portunistische Krankheitserreger wie Hefepilze auf den Schleimhäuten ausbreiten und dem Patienten erhebliche Beschwerden bereiten können. Neuere Erkenntnisse zeigen, dass Hefe-pilze nicht nur Einfluss auf das Immunsystem nehmen, sondern auch in die genetische Zellre-gulation eingreifen und damit schwere Krankheitsbilder wie z.B. die Zöliakie auslösen kön-nen. Diese neue Sicht der Problematik verändert den Stellenwert von Candida-Hefen in der Behandlung von Patienten mit umweltmedizinischen Problemen erheblich..

Dr. Mierau aus baubiologischer Sicht:

Hefepilze führen bislang - im Gegensatz zu den viel untersuchten und als sehr kritisch angesehenen Schimmelpilzen - ein baubiologisches Schattendasein: Obwohl sie nach unserer Erfahrung häufig für gesundheitliche Beschwerden verantwortlich sein können, werden sie nur selten analysiert, teilweise wird ihre Relevanz im Zusammenhang mit Innenraumproblemen sogar verneint. Dies ist aus baubiologischer Sicht ganz falsch: Gerade angesichts der baubiologisch immer anzuwendenden ganzheitlichen Sichtweise können Candida & Co im Zusammenhang mit anderen Innenraumfaktoren wie Schadstoffen oder Elektrosmog oder auch sonstigen umweltmedizinischen Problemkreisen wie Schwermetallbelastungen durch Zahnfüllungen oder Ernährung zu ernsten und chronischen Erkrankungen führen.

Bei symptomatisch- oder innenraumanalytisch-begründetem Verdacht sollten unbedingt typische Hefepilz-Quellen im Haus untersucht werden: In Frage kommen vor allem Lebensmittel, Küche, Toilette und Bad, sanitäre Rohre, Duschen und Abflüsse, Kühlschränke, Spül- und Waschmaschinen, Wasserfilter und Klimaanlagen, auch Feuchte- und Hygieneschäden.

Von all diesen Quellen her können das menschliche Immunsystem überfordernde Belastungen und Infektionen erfolgen. Durch eine Reihe von gezielten IMaßnahmen können die Situation betreffend Hefepilzen eingeschätzt und passende Handlungsempfehlungen gegeben werden, so dass speziell krankmachende Hefepilzarten beseitigt werden und nur durchschnittliche und umwelttypische Hefepilzzahlen vorliegen.