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Institut für Baubiologie + Ökologie IBN

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Glossar

In diesem Glossar finden Sie zentrale Begriffe der Baubiologie definiert. Über die Suchfunktion lassen sich weitere Informationen zu den Fachbegriffen in unserer Datenbank recherchieren.

Baubiologische Schlüsselbegriffe

[A-C][D-F][G-I][J-L][M-O][P-R][S-U][V-Z]

A

Allergene

Allergieauslösende Schadstoffe und Pilze.

Arbeitsplatzuntersuchung

Bei einer Baubiologischen Arbeitsplatzuntersuchung werden alle oder einzelne Kriterien entsprechend dem "Standard der Baubiologischen Messtechnik (SBM)" geprüft und bewertet. Die Bewertung ist Grundlage für konkrete Sanierungsvorschläge und bei Bedarf einer Sanierungsbegleitung

B

Baubiologe / Baubiologin IBN

“Baubiologen IBN” haben den “Fernlehrgang Baubiologie IBN” erfolgreich mit Prüfung absolviert.

Baubiologie

Lehre von den ganzheitlichen Beziehungen zwischen den Menschen und ihrer Wohnumwelt.

Baubiologische Architektur

Baukunst, Baustil, Baukultur, worin sich Zweckerfüllung mit künstlerischer, gesundheitlicher und ökosozialer Bildung und Gestaltung verbindet.

Baubiologische Baustoffe

Nachwachsende und mineralische Baustoffe unter Berücksichtigung baubiologischer Kriterien wie Thermische Eigenschaften, Feuchteausgleichsverhalten, Wasserdampfdiffusion, chemische Zusammensetzung, Geruch, Elektrobiologie, Radioaktivität, Ökobilanz, regionale Verfügbarkeit, Akustik u.a.

Baubiologische Beratungsstellen IBN

Die baubiologischen Beratungsstellen IBN bieten unabhängige Hilfe bei allen baubiologischen Fragen. Voraussetzung zur Eintragung in dieses Verzeichnis ist u. a. der erfolgreiche Abschluss des "Fernlehrgang Baubiologie IBN" des IBN sowie die Teilnahme an Fortbildungsseminaren.

Baubiologische Richtwerte für Schlafbereiche

Ergänzung zum Standard der Baubiologischen Messtechnik. Vorsorgewerte, für Schlafbereiche.

Baubiologischer Messtechniker / Baubiologische Messtechnikerin IBN

“Baubiologische Messtechniker IBN“ haben erfolgreich den “Fernlehrgang Baubiologie IBN” sowie die darauf aufbauende Fortbildung “Baubiologische Messtechnik IBN” absolviert. Sie führen entsprechend dem “Standard der Baubiologischen Messtechnik SBM” Haus- und Grundstücksuntersuchungen durch.

Baubiologischer Energieberater / Baubiologische Energieberaterin IBN

“Baubiologische Energieberater IBN” haben erfolgreich den “Fernlehrgang Baubiologie IBN” sowie die darauf aufbauende IBN-Fortbildung zum “Gebäude-Energieberater” absolviert. Diese Zusatzausbildung erfüllt die Anforderungen der BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) an Qualifizierungsmaßnahmen zum “Vor-Ort-Berater”, der vom Bund geförderte “Vor-Ort-Energieberatungen” durchführen darf. “Baubiologische Energieberater IBN” verknüpfen energetische Bestandsaufnahmen und Berechnungen mit baubiologischen Sanierungsempfehlungen.

Baustoffgutachten

Baustoffe werden üblicherweise bezüglich ihrer bauphysikalischen Eigenschaften geprüft und bewertet. Baubiologische Institute wie das IBN prüfen zudem baubiologische Kriterien.

Biologische Baustofflehre

Lehre zur Wirkung von Baustoffen auf das Raumklima und auf das menschliche Wohlbefinden unter Berücksichtigung ökologischer Aspekte.

E

Elektromagnetische Felder

Niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder verursacht durch Wechselpannung bzw. -strom in Kabeln, Installationen, Geräten, Frei- und Erdleitungen, Eisenbahn usw.

Elektroinstallation, baubiologische

Elektroinstallation unter weitgehender Vermeidung elektromagnetischer Felder und Wellen.

Elektromagnetische Felder

Niederfrequente elektrische und magnetische Wechselfelder, verursacht durch Wechselstrom in Kabeln, Installationen, Geräten, Frei- und Erdleitungen, Eisenbahn usw.

Elektrosmog

Elektrische und magnetische Wechselfelder, elektromagnetische Wellen (Funkwellen), elektrische und magnetische Gleichfelder.

Energiesparkonzepte

Energie zu sparen ist eine der wichtigsten Forderungen der Baubiologie. Es kommt jedoch darauf an, dass dabei auch baubiologische Kriterien berücksichtigt werden.

Erdstrahlen

siehe "Geologische Störungen"

F

Facility Management

Die Gesamtheit aller Leistungen zur optimalen Nutzung der betrieblichen Infrastruktur auf der Grundlage einer ganzheitlichen Strategie. Betrachtet wird der gesamte Lebenszyklus von der Planung und Erstellung bis zum Abriss einschl. Umbau, Nutzungsänderung, Sanierung und Entsorgung. Ziel ist die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit, die Werterhaltung, die Optimierung der Gebäudenutzung und die Minimierung des Ressourceneinsatzes zum Schutz der Umwelt.

G

Gebäudecheck des IBN

Fragebogen, der zur baubiologischen Bewertung einer Wohnung oder eines Hauses bzw. einer Planung oder Sanierung dient.

Geologische Störungen

Erdmagnetfeld und Erdstrahlung. Ursachen sind die Radioaktivität des Baugrundes sowie Störungen z. B. durch Verwerfungen, Spalten, Wasser u.a.

Grundstücksuntersuchung

Bei einer Baubiologischen Grundstücksuntersuchung werden alle oder einzelne Kriterien entsprechend dem "Standard der Baubiologischen Messtechnik SBM" geprüft und bewertet.

H

Harmonikale Maße

Auswirkungen von Proportionen, Formen und Maßen auf das geistig-seelische Wohlbefinden des Menschen.

Hausuntersuchung

Bei einer Baubiologischen Hausuntersuchung werden alle oder einzelne Kriterien entsprechend dem "Standard der Baubiologischen Messtechnik SBM" geprüft und bewertet. Die Bewertung ist Grundlage für konkrete Sanierungsvorschläge und bei Bedarf einer Sanierungsbegleitung.

Hochfrequente Felder

Elektromagnetische Wellen verursacht durch Mobiltelefone, schnurlose Telefone, WLAN-Technik, Mobilfunk-, Radio- und Fernsehsender u.a.

Holzschutz

Anwendung baulicher Holzschutz-Maßnahmen. Vermeidung des chemischen Holzschutzes. Alternative Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen.

N

Nachhaltigkeit

Ökologie und Ökonomie so in Einklang bringen, dass die Bedürfnisse heute lebender Menschen befriedigt werden, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen zu gefährden. Nachhaltig können z.B. Baustoffe oder Bauweisen sein.

Natürliches Strahlungsumfeld

Das natürliche Strahlungsumfeld (elektromagnetische Felder und Wellen, Erdmagnetfeld, Erdstrahlung, kosmische Strahlung, Radioaktivität u. a.) wenig verändernd.

Neubaufeuchte

Geringe und rasch abklingende Neubaufeuchte.

O

Ökobilanz

Instrument zur Abschätzung der Umweltwirkungen entlang des Lebensweges eines Produktes, d. h. von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung, Nutzung, Wieder- und Weiterverwertung bis hin zur Entsorgung.

Ökosoziale Raumordnung

Städtebau unter besonderer Berücksichtigung nachhaltiger, baubiologischer und sozialer Gesichtspunkte. Ziel ist die Realisierung ökosozialer Siedlungen bzw. die städtebauliche Sanierung nach ökosozialen Gesichtspunkten.

P

Pilze

Schimmel- und Hefepilze z. B. in Bauteilen, Klimaanlage, Kühlschrank, Waschmaschine usw.

R

Raumklima

Ein gesundes Raumklima wird durch folgende baubiologische Faktoren bestimmt: Luft (Kohlendioxidanteil, Luftschadstoffe, Staub, Geruch, Luftzug u.a.), Temperatur (Wärmestrahlung, Wärmedämmung, Oberflächentemperatur, Temperaturgefälle, Heizung u.a.), Feuchte (Luft- und Materialfeuchte, Wasserdampfdiffusion der Baustoffe u.a.), Elektroklima (Elektromagnetische Felder und Wellen, Erdmagnetfeld u.a.).

S

Sanitärinstallation

Schutz der menschlichen Gesundheit sowie die Gewährleistung der Genusstauglichkeit und Reinheit von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Die Baubiologie beschäftigt sich in diesem Sinne schwerpunktmäßig mit der Hausinstallation (Rohrmaterialien, Wasserfilter etc.), aber auch mit Konzepten zum Wassersparen.

Schadstoffanalysen und -sanierung

Analyse und Bewertung sowie Maßnahmen zur Beseitigung oder Reduzierung von Wohngiften.

Sanitärinstallation

Schutz der menschlichen Gesundheit sowie die Gewährleistung der Genusstauglichkeit und Reinheit von Wasser für den menschlichen Gebrauch. Die Baubiologie beschäftigt sich in diesem Sinne schwerpunktmäßig mit der Hausinstallation (Rohrmaterialien, Wasserfilter usw.), aber auch mit Konzepten zum Wassersparen.

Schallschutz

Bestmögliche Reduzierung von Lärm, Infra- und Ultraschall, Schwingung und Vibrationen.

Standard der Baubiologischen Messtechnik

Übersicht der Risikofaktoren, die in Schlaf- und Wohnräumen, an Arbeitsplätzen oder auf Grundstücken sachverständig (i.d.R. durch "Baubiologische Messtechniker IBN") gemessen, ausgewertet und schriftlich dargestellt werden. Die wichtigsten Risikobereiche sind: Felder, Wellen, Strahlung / Wohngifte, Schadstoffe, Raumklima / Pilze, Bakterien, Allergene.

Stiftung Baubiologie-Architektur-Umweltmedizin B-A-U

Die gemeinnützige Stiftung B-A-U dient zur unabhängigen Förderung baubiologischer Projekte u. a. in Wissenschaft und Forschung, Bildung, Gesundheit, Bau- und Siedlungskultur.

Strahlungswärme

Strahlungswärm e (z. B. durch Grund- oder Kachelofen, Wandheizung) kommt es im Gegensatz zur Konvektionswärme (z. B. durch Radiatoren, Konvektoren, Klimaanlagen) zu keiner Luft- und Staubzirkulation. Es handelt sich um infrarote Strahlen, die sich auf das Wohlbefinden und die Gesundheit des Menschen positiv auswirken.

U

Umweltmedizin

Lehre von der Erkennung, Erforschung, Vorsorge und Therapie umweltbedingter Erkrankungen.

W

Wärmespeicherung

Neben der Wärmedämmung ist für ein gesundes Raumklima auch die Wärmespeicherung von Baustoffen bzw. Baukonstruktionen ein wichtiger Faktor. Baustoffe mit guter Wärmespeicherung ermöglichen vor allem in ausgebauten Dächern ein augeglichenes Raumklima ohne Überhitzung im Sommer.

Wohngifte

Gifte aller Art im Wohn- und Arbeitsumfeld: z.B. Formaldehyd und andere giftige Gase, Lösemittel, Biozide, Schwermetalle, Stäube und Fasern.

Wohnphysiologie

Sie befasst sich mit der Anpassung von Gebäuden, Räumen, Bauteilen, Möbeln und Installationen an die Bedürfnisse des Menschen zur Förderung von Gesundheit, Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit.

Wohnpsychologie

Wissenschaft, die sich mit dem Wechselverhältnis der menschlichen Psyche und der Wohnumwelt beschäftigt.