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Aus dem IBN-Buch “Baubiologie in Frage und Antwort” LED-LampenAuf Ihren Internetseiten habe ich viele wertvolle Hinweise zum Thema Energiesparlampen gefunden. Vielen Dank. Ist es mit den neuen LED-Lampen möglich, Energiesparen mit guter Lichtqualität zu verbinden? AntwortDie Abkürzung LED steht für “Light Emitting Diode” (= lichtemittierende Diode). Diese ist ein elektronisches Halbleiter-Bauelement, wie sie in vielen Elektronikgeräten zu finden sind. Fließt durch die Diode Strom, so strahlt sie Licht mit einer vom Halbleitermaterial und der Dotierung (hier: Einbringung von Fremdatomen in einen Halbleiter-Schaltkreis) abhängigen Wellenlänge ab. Erst 1995 gelang es durch Zugabe einer speziellen Phosphormischung aus blauen LEDs weißes Licht zu erzeugen. Weiße LEDs decken einen breiten Spektralbereich des Lichtes mit vergleichsweise hohem Blauanteil ab, erzeugen also eine “kalte” Lichtfarbe. Durch Kombination verschiedener LEDs können aber auch andere Lichtfarben erzeugt werden, also auch z.B. Warmweiß. Zur Erzeugung von Lichtstärken, wie sie zur Wohn- oder Arbeitsplatzbeleuchtung erforderlich sind, werden mehrere LED-Dioden zu Lampen gebündelt als Lampen in unterschiedlicher Bauweise angeboten, so auch mit haushaltsüblichen Schraub- oder Stecksockeln. Eine LED-Lampe in gleicher Form und Größe wie eine 60 Watt-Glühlampe ist z.B. mit rund 80 LED-Dioden bestückt. Vorteilhaft ist die Ökobilanz. Der Energieverbrauch von LED-Lampen liegt bei etwa 1/6 im Vergleich zur Glühlampe. Die durchschnittliche Lebensdauer beträgt 15.000 Stunden, manche bis zu 50.000 Stunden. Zudem enthalten LED-Lampen kein Quecksilber (wie die Energiesparlampen) und können problemlos entsorgt werden. Sie können verschleißfrei ein- und ausgeschaltet werden und die Lichtausbeute nimmt nur sehr langsam ab. Allerdings sind auch viele LED-Lampen mit elektronischen Vorschaltgeräten und Bauteilen versehen, die ordnungsgemäß entsorgt werden sollten. LED-Lampen sind noch recht teuer, zudem werden immer wieder auch Lampen angeboten, die nicht halten, was ihre Hersteller versprechen. Bezüglich der Qualität gibt es große Unterschiede (in der Zeitschrift “test” wurden kürzlich LED-Lampen verschiedener Hersteller geprüft und vorgestellt, der "Öko-Test" folgt noch in diesem Jahr mit weiteren Tests). Sie bieten jedoch noch ein erhebliches Entwicklungspotenzial bei der Lichtqualität und beim Energieverbrauch. Ob allerdings in ein paar Jahren LED-Leuchten aus baubiologischer Sicht zu empfehlen sind, wird v.a. davon abhängen, ob die von ihnen abgegebenen elektromagnetischen Felder und ihr oft (nicht immer) sehr hoher Flimmeranteil verringert werden können. Außerdem ist das Lichtspektrum, die Spektralverteilung der Farbanteile, im Vergleich zum Tageslicht und zu Glühbirnen schlechter. Derzeit können LED-Lampen nur eingeschränkt empfohlen werden, wenn sie mit Gleichstrom betrieben werden. Für Büros empfehlen wir vorerst noch Vollspektrum-Leuchtstofflampen mit elektronischen Vorschaltgeräten, obwohl auch diese ein verzerrtes Spektrum aufweisen, das weit weg ist vom natürlichen Tageslicht oder ebenso von Glühlampen und zudem flimmern wie jede andere vergleichbare Leuchtstoffröhre auch. Aufgrund der elektromagnetischen Felder sollten diese zum Körper einen Abstand von etwa 2 Meter haben. Für Privatbereiche, in welchen eine hohe, naturnahe und relativ gesunde Licht-, Feld- und Flimmerqualität anzustreben ist (z.B. Nachttischlampe, Privatbüro, Esstisch...) empfehlen wir Leuchten mit 230 V-Halogen-Glühlampen, die um ca. 30 % sparsamer sind als normale Glühlampen. Auch zu diesen sollte man einen Abstand von etwa einen halben Meter halten. Es werden mittlerweile abgeschirmte Leuchten mit feldfreien Zuleitungen angeboten, z.B. von www.danell.de. Im Buch “Baubiologie in Frage und Antwort” finden Sie 242 Tipps zum gesunden Bauen und Wohnen. Bei Interesse bestellen Sie das Buch für 23 Euro beim IBN im IBN-Shop. Dort finden Sie auch viele weitere Bücher, unsere Zeitschrift Wohnung + Gesundheit und DVDs. |
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