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Frage + Antwort
Im Buch “Baubiologie in Frage und Antwort” finden Sie 242 Tipps zum gesunden Bauen und Wohnen. Bei Interesse bestellen Sie das Buch für 23 Euro beim IBN im IBN-Shop. Dort finden Sie auch viele weitere Bücher, unsere Zeitschrift Wohnung + Gesundheit und DVDs.
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Aus dem IBN-Buch “Baubiologie in Frage und Antwort” Richtig lüften im Sommer ?In unserer gemieteten Dachwohnung wird es im Sommer oft unerträglich heiß. Das strengt sehr an und wir können kaum mehr schlafen. Nun wollen wir uns ein mobiles Kühlgerät kaufen. Welches können Sie empfehlen? AntwortGerade in Dachwohnungen wird es im Sommer oft sehr heiß, weil die falsche Wärmedämmung eingebaut wurde (Wärmedämmung mit geringer Wärmespeicherzahl), die Dicke der Wärmedämmung zu gering ist, Dachfenster wie Heizkörper wirken und/oder auch falsch gelüftet wird. Bevor mobile Kühlgeräte eingesetzt werden, sollten zunächst alle anderen Möglichkeiten zur Reduzierung der Raumlufttemperatur genutzt werden. Da Sie als Mieter vermutlich keine Möglichkeiten haben, dass die Wärmedämmung des Daches nachgebessert wird oder evtl. vorhandene Dachfenster mit einem Außenrollo versehen werden, sollten Sie zunächst folgende Maßnahmen ergreifen: Richtig lüften: Tagsüber bei hohen Temperaturen Fenster geschlossen halten und nachts und morgens konsequent querlüften. Alternativ oder unterstützend zur Querlüftung kann man dann auch den Abluftventilator im WC, Bad und/oder Küche laufen lassen. Dachfenster außen mit hellem Stoff abdecken oder die Glasscheiben mit reflektierenden Folien bekleben. Auch Süd- und Westfenster sollten nach Möglichkeit außen zugehängt werden oder mit einem Außenrollo oder einer Außenjalousie ausgestattet werden. Falls das nicht möglich ist, reduziert auch ein möglichst heller Vorhang oder Gardinen innen den Wärmeeintrag. Wer einen Balkon hat, kann dort z.B. eine Markise anbringen oder einen Sonnenschirm aufstellen. Wird es trotz dieser Maßnahmen immer noch zu warm, hilft es auch etwas, vor geöffnete Fenster oder Fenstertüren feuchte Tücher zu hängen (Verdunstungskälte). Die Tücher lassen sich mit einem einfachen Wassersprüher feucht halten. Nur wenn diese Maßnahmen nicht ausreichen. sollte über die Anschaffung eines mobilen Kühlgerätes nachgedacht werden, denn deren umweltbelastender und teurer Strombedarf wird oft unterschätzt. Ein Kühlgerät mit z.B. 2,6 kW Kühlleistung und “nur” 0,95 Kilowatt max. Leistungsaufnahme, das für ca. 300 Euro zu haben ist und nach Herstellerangaben für Räume bis etwa 85 Kubikmeter (Grundfläche 34 Quadratmeter bei 2,5 Meter Raumhöhe) ausreicht, verbraucht, wenn es an 100 Tagen jeweils 12 Stunden betrieben wird, über 1.000 kWh Strom (= ca. 200 Euro Stromkosten). Der Raum wird dabei je nach Volumen, Sonneneinstrahlung, Bauweise, Größe und Ausrichtung der Fenster, Außentemperatur und Häufigkeit des Öffnens von Türen oder Fenstern um ca. 2 bis 6 Grad herunter gekühlt. Als weiteres Problem kommen lärmende Kompressoren hinzu; erreicht wird ein Schalldruckpegel von zum Teil über 50 dB (A), das ist etwa so laut wie eine Unterhaltung oder ein Auto im Leerlauf. Sollte ein Kühlgerät eingesetzt werden, empfehlen wir, dies möglichst nur für einen kleineren Raum und nur zeitweise einzusetzen. Beachtet werden sollten auch die Reinigungs- und Wartungsempfehlungen der Hersteller, da sich durch die Kühlung der Luft beim Durchströmen des Kühlregisters Kondenswasser und im schlimmsten Fall gesundheitsschädlicher Schimmel entwickeln kann. Im Buch “Baubiologie in Frage und Antwort” finden Sie 242 Tipps zum gesunden Bauen und Wohnen. Bei Interesse bestellen Sie das Buch für 23 Euro beim IBN im IBN-Shop. Dort finden Sie auch viele weitere Bücher, unsere Zeitschrift Wohnung + Gesundheit und DVDs. |
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