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Laminatböden
Frage
Wir sind am Überlegen, ob wir in
unserem neu erbauten Haus Holzparkett
oder Laminatböden verlegen
sollen.Wir sind zwar persönlich
Holz-Liebhaber, haben uns aber mit
dem Hausbau finanziell ziemlich
verausgabt. Was sind eigentlich die
Nachteile von Laminat?
Antwort
Laminat-Bodenbeläge bestehen aus einer Trägerschicht (Spanplatte,
MDF-Platte oder HDF-Platte), auf
die eine Deckschicht mit einer oder
mehreren dünnen Lagen eines faserhaltigen
Materials (i.d.R. Papier)
aufgebracht ist. Diese Papierlagen
sind mit aminoplastischen, wärmehärtbaren
Harzen imprägniert und
werden durch gleichzeitige Anwendung
von Hitze und Druck auf das
Trägermaterial verpresst. Als aminoplastisches
Harz wird bei der obersten
Nutzschicht hauptsächlich Melaminharz
verwendet. Je nach Laminattyp
wird bei den darauf folgenden Papierschichten
das preisgünstigere Phenolharz
eingesetzt. Melamin- und Phenolharze
entstehen durch die Umsetzung
von Melamin und Phenol mit
Formaldehyd.
Aus den mit Melamin- und Phenol-
Formaldehyd-Harz gebundenen Holzwerkstoffplatten,
der Verleimung und der Oberflächenversiegelung kann
Formaldehyd freigesetzt werden. Prüfkammermessungen
ergaben Werte
von 0,005 bis 0,03 ppm Formaldehyd.
Emissionen von divesen Luftschadstoffen
(VOC) und Formaldehyd
können durch eine Fußbodenheizung
erheblich gesteigert werden.
Als Flächenklebstoffe für Laminat
werden Polyurethan-Klebstoffe verwendet
(Isocyanate!). Die versiegelten
Kunststoff-Oberflächen können
das Raumklima nicht so gut regulieren,
wie geölte oder gewachste Holzböden.
Laminatbeläge können hohe elektrostatische
Oberflächenspannungen
von über 2.000 V aufbauen. Ab 2.000
V kann Funkenschlag sichtbar werden.
Unter Vorsorgegesichtspunkten sollte
die Oberflächenspannung nicht über
500 V liegen.  
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