 Institut für Baubiologie + Ökologie IBN
IBN-Webcode
Bitte geben Sie hier den fünfstelligen IBN-Webcode ein, um weitere Informationen aufzurufen:
|
Dienstleistungen
|
Home / Dienstleistungen / Tipps / Hausstauballergie?
Hausstauballergie?
Frage: Hausstauballergie?
Bei meiner Tochter wurde eine Hausstauballergie festgestellt. Diese Diagnose überrascht mich, da wir durchaus auf Hygiene im Haushalt achten. Woher kommt der Hausstaub und was kann man dagegen tun?
Antwort:
In jeder Wohnung bilden sich täglich rund 6 Milligramm Staub pro Quadratmeter. Da Haustaub aus einer
Mischung von unterschiedlichen anorganischen und organischen Stoffen besteht, sind auch die Quellen vielfältig.
Diese hängen von den jeweiligen Lebensbedingungen der Bewohner ab. Aber auch die Luft, die durch
geöffnete Fenster in die Wohnung gelangt, enthält Staubpartikel.
Hausstaub bildet sich aus den
Hautschuppen von Menschen und
Tieren, Fasern (z.B. von Kleidung,
Teppichen, Möbeln), Haaren von
Menschen und Tieren, Straßenstaub,
der mit den Schuhen herein getragen
wird, Pflanzenteilchen wie Pollen,
Blatt- und Blütenpartikel, toten und
lebenden Hausstaubmilben, Bakterien,
Viren, Schimmelpilzen, Schadstoffen
aus Teppichböden, Farben,
Lacken usw.
Da sich die oberste Hautschicht eines
Menschen ständig erneuert, gelangen
die abgestorbenen Hautzellen
(ca. 1-2 Gramm täglich) in die Luft,
steigen mit der warmen Luft nach
oben und sinken mit der kühleren
Luft v.a. in Wandnähe wieder herab.
Deshalb sind hier u.a. Bücherregale,
und Leisten besonders staubig.
Schadstoffe im Hausstaub
Die Luft enthält zahlreiche Schadstoffe,
die sich leicht an Staubpartikel
und damit auch an Hausstaub binden
können. Die Schadstoffe in der Wohnungsluft
können sowohl aus externen
(beispielsweise kann an einer
viel befahrenen Straße die Schadstoffkonzentration
sehr hoch sein)
als auch aus internen Quellen (Teppiche,
Möbel, Holzverkleidungen,
Elektrogeräte, Montageschäume,
Kleber,
Lacke, Fugendichtmassen,
Drucker etc.) stammen.
Viele Schadstoffe lagern sich in
Staubteilchen an, die durch Aufwirbelung
in die Atemluft gelangen. Am
geeignetsten sind deshalb Heizungssysteme,
die durch Wärmestrahlung
die Räume beheizen wie Wandheizung,
Kachel- und Grundofen.
Wenn Ihre Wohnung nicht mit Teppichboden
ausgelegt ist, entfernt
feuchtes Wischen mehr Schadstoffe
als der Staubsauger. So oder so empfiehlt
sich aber stets die Anschaffung
eines Staubsaugers mit gutem
Feinstaubfiltersystem (Hepa-Filter)
wie sie heute schon ab etwa 100 €
angeboten werden.
Schon beim Einkauf der Haushaltsmittel
sollten Sie unbedingt auf
deren Zusammensetzung achten.
Verzichten Sie lieber auf Produkte,
deren gesundheitliches Risiko Sie
nicht abschätzen können. Dies gilt
vor allem für chemische Haushaltsreiniger,
Desinfektionsmittel, Fleckenentferner,
Klebstoffe usw.
Was ist eine „Hausstauballergie“?
Etwa 25% aller Allergien gehen auf
das Konto der Hausstaubmilben. Im
Gegenatz zu Pollen sind Hausstaubmilben
das ganze Jahr hindurch in
unserer Umgebung vorhanden. Eine
Allergie gegen Hausstaubmilben
wird deshalb auch als Ganzjahresallergie
bezeichnet. Niesattacken und
Dauerschnupfen, Bindehautentzündung,
Atemnot und Asthmaanfälle
sind die typischen Anzeichen dafür.
Sie treten typischerweise nachts oder
morgens nach dem Aufwachen sowie
beim Betten machen stärker auf.
Bei einem Verdacht auf eine Milbenallergie
sollten Sie sich an einen Baubiologen
IBN sowie an Ihren möglichst
naturheilkundlich orientierten
Hausarzt wenden. Ergänzend, aber
auch vorbeugend sollten folgende
Maßnahmen durchgeführt werden:
- Hygiene (feucht wischen, staubsaugen,
Bettzeug, Kleidung und
Teppiche regelmäßig waschen).
- Hohe Raumluftfeuchte vermeiden.
- Ständig hohe Temperaturen vermeiden.
- Betten nach dem Aufstehen mehrere
Stunden lang aufgedeckt
lassen und mindestens einmal
wöchentlich an Luft und Sonne
austrocknen.
- Milbendichte Bezugsstoffe für
Matratzen und Bettdecken z.B.
aus Baumwolle verwenden.
Milbenspray z.B. auf Niemölbasis
eignet sich zur Desinfektion von
Möbeln (z.B. Bett), allerdings weniger
zur Behandlung von Bettwäsche,
da es zu wenig tief eindringt. Zudem
können solche Produkte stark riechen
und auch allergische Reaktionen
auslösen.
Einfache Tests auf Hausstaubmilben
können mit dem “Acarex-Test”
(Apotheke) durchgeführt werden.
Staubwedel und Staubtücher
Staubtücher und Staubwedel aus
Mikrofasern nehmen Staub viel
effektiver auf als Staubtücher aus
Stoff. Vor allem auf glatten Flächen
nehmen sie im Neuzustand mehr als
90 Prozent des Staubs auf. Staubwedel
mit Griff eignen sich für komplizierte
Stellen wie Bücher, Regale
und andere sperrige Gegenstände.
Am meisten Staub nehmen neue
Wedel und Tücher auf. Sie können
mehrmals benutzt werden, bis sie
gesättigt sind. Dann gehören sie in
den Hausmüll.  
|